Die alte Feige

„Die“ Feige …

… ist ein 33 Jahre alter, groß fruchtiger, ertragreicher Pfälzer Feigenklon – vermutlich eine Bananenfeige, aber da sind wir uns nicht sicher. Einige Merkmale sprechen aber dafür. Wichtiger für uns ist es, dass er toll aussieht, Schatten spendet, super mit unserem heißen, trockenen Sommern klarkommt und dabei auch noch enorme Mengen großer, super leckerer Früchte liefert.

Von Hambach in den Reihenhausgarten

Der heutige Hauptbaum wurde 1992 als Ableger einer damals bereits jahrzehntealten Feige vom Kupferstollen in Hambach gezogen. Der Ursprungsstandort liegt am Haardtrand, mit weitem Blick über die Rheinebene und freier Sicht auf das Hambacher Schloss.

Wir nennen diesen alten Pfälzer Klon Hambacher Bananenfeige: nach seiner Herkunft und den auffallend großen, teils länglichen Früchten. Welche historische Sorte dahintersteckt, bleibt offen.

Lehmboden als Standort-Turbo

Der Baum ist tief in nährstoffreichem, wasserhaltendem Lehmboden verankert. Entgegen pauschaler Empfehlungen gegen schwere Böden zeigt die Langzeiterfahrung: Solange Staunässe vermieden wird, kann Lehm Wasser und Nährstoffe hervorragend speichern. Die Kehrseite ist ein Wuchs, der im kleinen Garten konsequent ausgelichtet werden muss.

Das Wunder nach ungefähr −20 °C

Nach einem extremen Winter fror die gesamte oberirdische Krone zurück. Das große Wurzelwerk blieb geschützt und der Baum trieb aus schlafenden Knospen kräftig neu aus. Durch konsequente Erziehung auf einen Stamm trug er nach etwa zwei Jahren wieder Früchte.

Ableger auf Wanderschaft

Jährlich werden Ableger an Verwandte und Bekannte weitergegeben. So verbreitet sich der alte Hambacher Klon inzwischen über verschiedene Regionen Deutschlands – auch in klimatisch rauere Lagen.